non-native am 3. September und am 1. Oktober 2017

Foto: Luz Dary Kuhne
Andrea Freiberg & Kai Gieseler


1. Kunstexpedition auf dem Areal der Trupbacher Heide

am 3. September 2017 um 14 Uhr auf dem Areal Trupbacher Heide

Treffpunkt um 14 Uhr auf dem Parkplatz Birlenbacher Höhe an der Trupbacher Straße


2. non-native II: Displacement

am 1. Oktober 2017 um 14 Uhr in der Gartenhütte Birlenbacher Höhe an der Trupbacher Straße


Infos über A. Freiberg: 0176-24260968 & K. Gieseler: 0175-3798586
KunstSommer 2017: http://www.kunstvereinsiegen.de/category/programm/kunstsommer/



Ausgangspunkt der gemeinsamen künstlerischen Intervention ist das Hochplateau der Trupbacher Heide, das sich zwischen unseren Wohnorten befindet. Dieses Gebiet am Rande von Freudenberg und Siegen, umfasst etwa 300 ha Wald- und Wiesenflächen, deren besondere Landschaftsmodulierung durch die langjährige militärische Nutzung der belgischen Streitkräfte sowie der Bundeswehr entstanden ist. Das Naturschutzgebiet liegt in der Obhut der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege (kurz: NRW-Stiftung) und wird als Naherholungsgebiet genutzt.
Der Titel non-native greift, weitläufig wie das Gelände selbst, Aspekte der Heimat, der Erinnerung, der Nähe, der Entfernung, der Wiederholung, der Gemeinsamkeiten sowie deren immanente Verneinung und Verweigerung auf. In einer ersten künstlerischen Exkursion liegt der Fokus auf der vorgefundenen Topografie mit eindrücklichen, vielschichtigen und sich wiederholenden Raumwirkungen. 

Die Ausstellung „non-native II“ in Folge der ersten künstlerischen Exkursion im Bereich Trupbacher Heide und ihrer Grenzen ist auf ihren Kontext zwischen Fiktion und Realität, Improvisation und Zufall fokussiert. Die entstandenen künstlerischen Ergebnisse aus den Spuren zweier Wege werden im Innen- und Außenbereich der Gartenhütte auf der Birlenbacher Höhe in Form von fotografischen Bildern, Video und Performance der Öffentlichkeit vorgestellt. 


Karte Trupbacher Heide - © Autor: Natalia Jaworski


"aus der Ferne so nah ..." Aug - Sept 2017


Lichtprojektionen und Raumzeichnungen im Gewölbe der Wasserburg Niederroßla, 10. September 2017
















Kunstsymposium "having Heimat" vom 31. Juli bis 5. August 2017 auf der Binderburg in Jena-Burgau
Dr. Michael Willsch: www.binderburg.de


Aus der soziologischen Sicht von Hartmut Rosa ist Heimat eine Fiktion aus der Erinnerung und Sehnsucht nach Spuren und Resonanzerfahrungen aus der Kindheit, welche im Gegensatz zu dem Neuen und Fremden, vertraut und sicher ist. Heimat kann eine gedankliche Projektion sein, beweglich und transformativ, statt einer festen beharrlichen Form. In der Balance zwischen Beständigkeit und Veränderung kann der Mensch sich also einen Weltausschnitt resonant machen, als Antwort seiner selbst.


Heimat kann aus der Ferne sehr nah und in der Nähe so fern empfunden werden. Die Raumzeichnungen in der Höhle nehmen die Nah- und Fernblicke meines Vaters auf, welche ich auf dem HEIMWEG in Niederroßla mit der Aussicht von seinen Bänken zeichnerisch nachempfunden habe. Die projizierten Zeichnungen verbinden sich mit dem Raum und den Texturen auf den Felswänden. 

Heimat beginnt in der Kindheit und wird wieder real im Ankommen, ... dort, wo ich mich einbringen kann und wo ich mich niederlasse, 
um auszuruhen.

Raumzeichnungen und Lichtprojektionen








"heim" Performance, Foto: Michael Willsch

Vernissage, Foto: Thomas Kriska




Druckgrafiken aus der Serie "Aussichten", jeweils 15 x 21 cm 

"Heimatblick" 15 x 21 cm, experimentelles Tiefdruckverfahren, 2017


„auweia zepsuty“ …wenn's brennt am 21. Mai 2017



"Metamorphose" Bleimantel, Kabel, Wachskreide
zum Siegener Kunsttag 2017 "KunstSPIEL" 


auweia zepsuty“ …wenn's brennt
Bildstörungen und (Z)objekte



außer BETRIEB

ZUFALL ist die REGEL
SPIEL bis zur ZERSTÖRUNG  

Atelier Andrea Freiberg
Ehem. Walzengießerei ROLAND
Lohgraben 40 (Eingang), 57074 Siegen

Dokumentation hier: http://wunderkammer-siegen.blogspot.de/

Im schwarzen Quadrat: Transformation einer Fabrik



Im schwarzen Quadrat: Transformation einer Fabrik, a. 50x50 cm, Fotocollage und Montage, vernäht


Die fotografischen Bilder der Serie "Im schwarzen Quadrat" dokumentieren die Transformation einer Fabrik über den Zeitraum von 10 Jahren. Spuren von Handlungen in der Zwischennutzung und wachsende Renaturierung hinterlassen organische Strukturen und Zersetzungen von architektonischen Formen und Funktionen. 

Solche Zerstörungsprozesse und gegenständliche Artefakte sind geradezu Auslöser für digitale Bilderneuerungen und Collagen. Überformungen von Industrie und Architektur sind auf zeichnerische Konturen zurücktradiert, zusammengenäht und verzeitlicht. 

Ein Fleck auf der Landkarte erdichtet sich neu.

Wasserschloss Reelkirchen, Gipfeltreffen am 12. Juni 2016

"my inner child" Installation mit Bett, 4 Sockel, Nachtischleuchte und Diskolampe, OVP, Gipsbild, Kopfkissen












     „my inner child“ Videoinstallation
„my inner child“ die Story

Unter dem Bett befindet sich ein Raum in Kinderhöhe. An der Wand ein plastisches Gipsbild ohne Inhalt. Die Wasserzeichnung spürt der Erinnerung nach... ein zerknautschtes Kopfkissen. 

Schatten entstehen durch Anwesenheit in der Lichtprojektion. Währenddessen bewegt die Disko in der Nachtischlampe rotes, blaues, grünes, gelbes und violettes Licht. Auf dem Rücken liegend kann das Farbenspiel an den Sprungfedern beobachtet werden. 

Erwachsene steigen wie ein Kind auf die Fußbank, um ganz oben durch ein Loch einen Film in der Tiefe zu sehen. Da unten tanzt ein kleines Mädchen bis zum Schwindeligwerden auf einer Wiesenblume im Kreis. 

Temporäre Interventionen am Rhein und an der Saale, 2016


"Sonnenuhr" display III
90 Glasscheiben a. 33,0 x 27,0 x 0,5 cm, Durchmesser ca. 400 cm

Jena-Dorndorf an der Saale, Kunstgarten 2016













































"Fließende Erde" display II
90 Glasscheiben a. 33,0 x 27,0 x 0,5 cm, Durchmesser ca. 400 cm

Köln-Stammheim, Kulturmeile 2016


Wie atmet die Wiese und wohin fließt der Rhein? Zwischen beständiger Ortsgeschichte 
und landschaftlichen Bewegungen, wie wachsen und vergehen oder fließen und sickern, 
führen Muster von Verwandlungen gleichzeitig an künstlerische Dialoge im Vorgarten 
heran.




















    "newsletter" happening an der Wäschespinne
„angeln“ temporäre Bauminstallation in der Naturstation 



AUS DEM BLAU - oder Was würde Kandinsky dazu sagen?




Siegener Kunsttag 2016
"KunstGrenzen"

Intervention in der
Marburger Straße 37, Siegen

Dokumentation: http://wunderkammer-siegen.blogspot.de/





Vorankündigung: SommerAkademie am Rothaarsteig

Lenne-Atelier Schmallenberg: 26. –  29. Juli 2016


"Wenn das Weite liegt so nah"

… ist das Schweifen in die Ferne ein unbegrenztes Unterfangen zwischen möglichen Zielen und unmöglichen Ausblicken: 
ein beständiger Aufenthalt zwischen den physischen Grenzen und imaginären Spielräumen. 

Brechen wir auf, das Weite zu finden!








http://www.sommerakademie-am-rothaarsteig.de/kurs_07_2016_andrea_freiberg/

KUNSTWECHSEL 2015
















"in flagranti" in der Kammer (2x3 m)

"Die Wunderkammer" Siegener Kunsttag am 10. Mai 2015


Britta Ebermann & Andrea Freiberg

Kölner Straße 10, Siegen

Ein leerstehendes Ladenlokal in der Siegener Oberstadt verwandelt sich in einen
geheimnisvollen Ort der Erinnerungen und Geschichten. Vorhandene Materialien,
Gegenstände, Raumgrenzen und Atmosphären verflechten sich in einem poetischen
Vokabular abstrakter Formen und Bildgegenstände. „Wir nehmen weg und fügen etwas
hinzu, kombinieren, verschieben und halten die Zeit an.“ Licht und Geräusche beleben
die Raumcollage magisch. Ereignete Vergangenheit wird neu erfunden. Spuren bezeugen.



Geschichten rieseln durchs Stundenglas.
Sand kann man hören...
Farben sind lichte Geheimnisse.
Magisch verschachteln sich Dimensionen.

Zeitzeugen erwidern Bildgeschehen.
Uhrenticken im Spiegel.
Es war einmal...




„tutto macchia“ Städtische Galerie Haus Seel Siegen, 2014


Performance der KünstlerInnen im Schaufenster
Michael Schumann gemeinsam mit Andrea Freiberg und Petra Oberhäuser, 
Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler, ASK e.V.

Die Ausstellung ist mit der Idee verbunden alle genannten Aspekte von „macchia“ (Buschwerk, Gestrüpp, Fleck, Makel) für die Kunst fruchtbar zu machen.

Flecken sind nicht nur ein (meist lästiges) Phänomen im Alltag von uns Menschen, auch in der Kunst treten Flecken zu allernächst als lästige Kunstfehler, als unvorhergesehenes Ereignis in Erscheinung. Künstler haben im Umgang mit dem Phänomen unterschiedliche Möglichkeiten. Sie können versuchen den Flecken zu beseitigen, sie können aber auch mit dem Flecken spielen, d,h ihn selbst zum Gegenstand machen oder ihn in ein Bild einbauen...

In ihren „Blitzlichtbildern“ hat Andrea Freiberg polizeiliche Beweisfotos gesammelt, die ihr seit 2003 zugestellt wurden. Diese Fotos werden von ihr mit zeitgleich dokumentierten Ereignissen im Internet konfrontiert, eine Gegenüberstellung, bei der sich Bilder und Texte gleichzeitig ergänzen und gegenseitig auslöschen können.
In ihrem 76seitigen, in Schöppingen entstandenen Fotobuch „TERRA NOVA“ dokumentiert Andrea Freiberg einen verlassenen Bauhof, bei der durch die collageartige Zerschneidung und Montage der einzelnen Bilder Fehlstellen bzw. schwarze Löcher in den Szenen entstehen, die eigene Projektionen und angedichtete Geschichten evozieren.
Zu ihrem „Schwarzen Quadrat“, in dem sie über einen längeren Zeitraum die Zerstörung einer Fabrik dokumentiert, äußert sich Andrea Freiberg: „Fotografien von architektonischen Situationen, Strukturen, Personen und Handlungen im Zeitraum von 10 Jahren sind auf zeichnerische Konturen zurücktradiert, zusammengenäht und verzeitlicht. Ein alter Fleck auf der Landkarte erdichtet sich neu.“Und zu ihrer 2005 in Gdansk entstandenen Arbeit mit dem Titel „Dluga (lange Straße“ sagt sie: „Das was bleibt, ist, dass es sich verändert. Der ziegelrote Ton, typisch für die Architekturen der polnischen Ostseestädte, erlebt in der unüblichen physischen Vergewaltigung des Materials einen ästhetischen Prozess zwischen Fehlverhalten und natürlicher Triebhaftigkeit. Mich faszinierte der Eigensinn des Materials im Dialog mit meiner Bearbeitung und Vereinnahmung. Die Polarität zwischen Leben und Tod, und das was darüber hinaus geht, wurde mir im physischen Prozess zwischen Bewegung, Veränderung und Starre erfahrbar.

Michael Schumann (aus der Einführungsrede

„Długa“ Gdańsk 2004, Bodeninstallation 3 teilig, Tonreliefs in Sichtkästen
„im schwarzen Quadrat: Transformation einer Fabrik 1-14/14
a. ca. 50x50 cm, Fotocollage und Montage, genäht



„25.07.2012 um 21:20 Uhr, Siegen, Eiserfelder Straße“ Fotocollage
Fotoprint auf 220g drawing paper im Rahmen 30x40 cm, 3er Aufl.