"HOLLYWOOD die Stadt ist eine Bühne“ Monte Schlacko in Siegen-Geisweid am 24.8.2010

Schriftzug: 25,00 x 2,85 m, 9 Buchstaben jeweils 2,30 (W 2,80) x 3,85 m, Tetrapackkarton, 400 Stahlnägel
















































Gefördert von den Deutschen Edelstahlwerken GmbH. Herzlichen Dank an Karl Haase, Frank Blecher, Xenia Frisan, Wolfgang Hausmann, Stephan Schopp, dem Marienheim, den Geisweider Bäckereien und der Metzgerei Hermes für ihre Unterstützung.


Temporäre Intervention im öffentlichen Raum

„Das Auffallendste an Denkmälern ist nämlich, dass man sie nicht bemerkt“ schreibt Robert Musil bezogen auf die Denkmalkunst seiner Zeit in der 30er Jahren des 20. Jhd. und er meint damit, dass alles Beständige zur Gewohnheit wird und sich der Wahrnehmung entzieht. 

Mit einem Traum von HOLLYWOOD soll das Industriedenkmal sich redlich machen und die Blicke magisch anziehen.

Fremd wirkt der Mythos von Stars und glitzernden Traumwelten an dem 373,8 m hohen Schlackeberg der ehemaligen Bremer Hütte. Aus den Schmelzrückständen des Hochofens wuchs seit 1888 im Zeitraum von 42 Jahren der kegelförmige „Monte Schlacko“ heran - eine künstliche, industriell geschaffene Erhebung innerhalb der naturgegebenen bergigen Stadtlandschaft. In Folge eines Quotentauschs mussten die Hochöfen 1930 geschlossen werden und 600 Stahlwerker verloren plötzlich ihre Arbeit. 1978 wurden große Anstrengungen unternommen, die kahle Halde mit 3000 Akazien zu bewalden. Das Wachstum der Bäume verkümmerte.

Im Dialog mit dem Berg verwandelte sich die bekannte neunteilige Buchstabenfolge HOLLYWOOD (übersetzt Stechpalmenwald) in DHOLLYWOO. Es schien so, als wäre der Schriftzug um den Kegel herum gefahren und das Ende könnte den Anfang berühren. Die Umordnung der Buchstaben irritierte die Blicke und Erwartungen der Öffentlichkeit

Öffentliche Dokumentation und Beteiligung im Internet: http://www.23hq.com/photogroup/monteschlacko/