KOFFERRAUM seit 2001 über die Zeit

KOFFERRAUM temporäre Rauminstallation und Partizipation




















































KOFFERRAUM temporäre Installation, seit 2001

                                                                                                                                                                                                                                                     

KOFFERRAUM: mixed media, Koffer 90x90,5x15,2 cm, Raum 24x38x18,6 + 9,5x10,6 cm, Zwischendeck 89x88,5 cm, handy-man 7x2 cm, Aufstellungsfläche 300 x 300 cm


Auslöser der temporären Rauminstallation KOFFERRAUM ist der im Maßstab 1:10 verkleinerte Nachbau eines real existierenden Innenraumes eines Siegener Industriegebäudes des späten 19. Jahrhunderts. 


Das variable Raumsystem gleicht dem eines Spielfeldes. Bauvarianten von der flächenhaften Raumabwicklung bis hin zur dreidimensionalen Architekturform entscheiden sich aus den Montierfunktionen der Konstruktion. Aus der Notwendigkeit des Zusammenspiels der ineinander übergreifenden Elemente stellt ein Haltesystem die Verbindung her. Der Zusammenhalt entsteht durch indirekte wie auch direkte Übertragung der stabilitätsbildenden Kräfte. 


Die Choreografie des Bausystems entwickelt sich auf ein Ereignis hin. Elementare Wesensmerkmale gesellschaftlicher Realität, wie Wandel, Mobilität und Aufbruch sind in eine Modellwirklichkeit übersetzt. Die Handlungen, wie Auf- und Abbauen, Stellen, Schieben, Stecken, Halten oder Tragen werden an ein eigenes Vokabular geknüpft und verbünden sich partizipierend mit der Umgebung. 


Aus unterschiedlichen Perspektiven verändern sich Größenordnungen und Proportionen, so wie Orte und Dinge im Wechsel der Verhältnisse und Umgebungen an Bedeutung verlieren oder gewinnen. Wer schreibt die Geschichte und gibt den Geschehnissen einen Namen? 


Das Ende ist gleichzeitig Anfang. Das was bleibt ist dass es sich verändert.


Der TISCH ist ein Ort zur Zusammenkunft und Kommunikation.

Der RAUM verortet die Situation. 

HANDY-MAN fügt sich als Verhandelnder in die Modelllandschaft ein und bricht das System auf. 

Das FAHRGESTELL transportiert den Koffer und entortet die Situation.


STATIONEN

2001 Siegen, ehem. Kaufhaus KERBER, Kunstwechsel IV, Vorstellung

2003 Köln, KunstWerk e.V., raumkontakt, mit Lars, Hendrik und Christof, interaktive Aufstellung

2003 Siegen, ESG Galerie, auf wieder sehen, Abschiedsaufstellung

2003 Warschau, Kulturfabrik Norblin BRONORBLIN Raumbewahrung 

2004 Gdańsk, Długi Targ, Tischgespräch, Interview mit deutschen Touristen zur aktuellen Stunde, EU Osterweiterung im Mai 2004

2004 Gdańsk, stocznia (Werft), Vor der Pforte, Raumfrage

2005 Messe Düsseldorf, Große Kunstausstellung NRW, Dokumentation im White Cube

2008 jamais-vu, Friedrichstraße 42, Siegen, Performance zum Mitmachen

2018 SPACE / CUT, wvh2 Projektraum Markus Heider, Siegen-Weidenau, Auf- und Abbau