ROLAND - new collection, 2018



ROLAND - new collection, 2018, Fundstücke und Vakuumfolien, 240 x 480 cm über Eck






















Parallelprozesse im Abseits
verführen Materialien und Artefakte
über die Grenzen ihrer
Gewohnheiten.

Andrea Freiberg, work in progress 
KunstSommer Siegen 2018

Hintergrund des plastischen Raumbildes bildet das ausgediente Fabrikgelände der ehemaligen Walzengießerei ROLAND in Siegen. Seit der Schließung des Betriebes 2000 bis zum Abriss 2020 wurden die Hallen von kleineren Firmen, KfZ Mechanikern, einer Antik-Werkstatt und meinem Atelier zwischengenutzt. Noch provisorisch nutzbar, gleichfalls ein Spielort des Verfalls und der Verwilderung.

Die Grenzen des Abseitigen sind Auslöser für meine ästhetische Spurensicherung. Die Raumcollage setzt sich aus einzelnen vakuumverschweißten Fundstücken, welche ich auf dem Betriebsgelände zwischen 2017-18 gesammelt habe, zusammen. Bodenproben, abgebröckelter Fensterkitt, Gießrückstände, Formsand, Holz und Rinde, Metall, Fensterglas, Wachs, Blei, Beton, Kunststoff, Pflanzen und Erde, Drahtreste, krumme Nägel, Fahrradlicht, Pappe, verwittertes Papier oder Schrottteile der Autoschlosser. Ich konserviere, kombiniere und archiviere. Dabei dienen die Folien als optischer Filter und Distanz zwischen der Realität und der Bildwirklichkeit, zwischen Herkunft und Biografie. Die Collage verdichtet das Abseitige poetisch.



done twice, 2018, Rauminstallation, 3 Fotografien, Armierungsgitter, Cierlitza & Freiberg



Die Installation „done twice“ entstand gemeinsam mit der Gastkünstlerin Jennifer Cierlitza vor Ort. 

Zwei digitale Bilder greifen das Motiv einer verhangenen Bühne auf, wobei der fotografische Auslöser zufällig jeweils zu unterschiedlichen Zeiten 2005 und 2017 gedrückt wurde. 

Die Bühne als Handlungsraum der Zwischennutzer in der Fabrikhalle transferiert zum digitalen Bildraum fotografischer Settings.